>

Figuren - Rumer Muller

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

 



Die Hex

Eine typische Figur bei jeder Fasnacht ist die Hex!
Bei den Mullern gilt sie als Ankündiger und Platzmacher. Mit ihrem Besen kehrt sie den Zuschauern die Schuhe sauber und für die Kinder ist meistens ein Zuckerl dabei. Die Hexen sind natürlich auch bekannt für ihren „ausgezeichneten" Schnaps.

 
 



Der Klötzler

Sind die Muller einmal am Weg, gilt es am Ort des Geschehens Platz zu schaffen. Unüberhörbar macht sich der Klötzler bemerkbar und lenkt die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich. Sein Gewand ist bestückt mit Holzleistchen, die durch die schnellen Bewegungen aufeinanderschlagen. Sehr oft werden zwei verschiedene Holzarten (dunkle Nuss und Buche) verwendet. Sein Kopfschmuck besteht aus einem Fuchsfell und Truthahnfedern und ist eher klein gehalten. Bemerkenswert ist die Kondition der Klötzler, da das Gewand im Schnitt über 10 kg schwer ist.

 
 



Der Halbweiße

Er verkörpert den Frühling und mit seinen Sprüngen über die Weidenrute ist er wohl die geschmeidigste Figur unter den Mullern. Beim Abmullen verwendet er die Rute zum Einfangen der Zuschauer. Der Kopfschmuck seiner freundlichen Larve ist zierlich bestickt und besteht aus den weißen „Glasbartl´n", zwei großen goldenen Quasten und buntem Schmuck. Die rund gehäkelten, farbigen Flecken auf der Hose sind ein typisches Merkmal des Halbweißen in Rum. Weiters trägt er ein weißes Hemd mit Hosenträgern. Auf der linken Schulterseite ist ein Seidentuch befestigt.

 
 



Der Melcher


Trotz der kalten Jahreszeit ist der Melcher mit einer kurzen Lederhose unterwegs. Er stellt den Sommer dar. Unter seinem bestickten Hosenträger trägt er ein Hinauf gekrempeltes weißes Hemd und eine Seidenkrawatte. Um seinen Leib trägt er einen mit Federkiel verzierten Ranzen, meist auch mit Talerkette. Auffällig sind die grün-weißen „Stützel´n" um seine Waden. Die Larve des Melchers ist freundlich und jung. Die Larve wird eingefasst mit Rosshaar, die den festen Sitz der Larve ermöglicht. Der Kopfschmuck unterscheidet sich nicht von dem des Halbweißen. Der markante Auftritt der Melcher ist wohl der Schuhplattler. Dabei wird zur Musik des Spielers (Steirische Harmonika) der Reith im Winkel geplattelt.

 
 


Der Spiegeltuxer


Die wohl am anmutigsten erscheinende Figur der Muller ist der Spiegeltuxer – auch Altartuxer genannt. Er stellt den Hochsommer dar. Er trägt ein schwarzes Schützenleibchen – bestickt mit dem goldenen Tiroler Adler – unter seinem Zillertaler Tuxer. Zusätzlich sind am Leibchen mehrere Silbertalerketten zu sehen. Auf der linken Schulterseite ist ein Seidentuch befestigt. Die Larve des Spiegeltuxers wirkt entsprechend der Jahreszeit ausgeprägter als die des Melchers. Am auffälligsten ist der Kopfschmuck. Dieser besteht auf der Vorderseite aus einem mittig angebrachten Spiegel, umrahmt von buntem Schmuck. Ringsum bilden weiße Gockelfedern den Abschluss. Rund um den Schmuck werden mehrere Spielhahnstöße befestigt, die das prachtvolle Aussehen abrunden. Auf der Rückseite des Hutes sind farbige Bänder aufgenäht, auf denen mitunter wertvolle Schmuckstücke befestigt werden. Der Auftritt der Spiegeltuxers erfolgt gleichzeitig mit den Melchern, wobei diese mittig im Kreis ihren Platz einnehmen.

 
 



Der Zaggeler


Mit dem blauen Gewand mit seinen aufgenähten bunten „Tschaggeln" stellt der Zaggeler den Herbst dar und erinnert an die Farbenpracht eines Blätterwaldes dieser Jahreszeit. Abgerundet wird das Aussehen durch den Ranzen, der hier besonders gut zur Geltung kommt. Entsprechend zur Jahreszeit ist auch der etwas strengere Gesichtsausdruck seiner Larve. Der Kopfschmuck besteht aus Gockelfedern und einem Hasenfell. Oft wird auch ein Fuchsfell aufgenäht. Wie jeder Rumer Muller hat auch er einen bunten Schmuck aus Glaskugeln und Blumen um den Spiegel befestigt. Der unterschied zum Frühling und Sommer sind die Bewegungen des Zaggelers, welche bereits schneller und dynamischer sind.

 
 



Der Zottler


Der Zottler verkörpert den Winter. Die Strenge dieser Jahreszeit wird besonders erkenntlich im grimmigen Ausdruck der Larve. Gepaart mit seinen schnellen Bewegungen zeigt der Zottler sein wildes Dasein. Das Fransengewand besteht aus gefärbten Rupfensäcken. Pfaufedern sind neben dem Fuchsfell das besondere Merkmal seines Kopfschmuckes. Während des Auftritts macht der Zottler oft einen sogenannten „Frosch". Wenn Halbweiße sodann den „Frosch" besteigt, wird der Sieg des Frühlings über den Winter dargestellt.

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü